PSG II in der Umsetzung

für DM APS ambulant, DM HVP stationär und DM DOKU7!


Kernstück des zweiten Pflegestärkungsgesetzes (PSG II) ist die Einführung und Umsetzung des neuen Pflegebedürftigkeitsbegriffs.

Mit dem neuen Pflegebedürftigkeitsbegriff sollen Menschen mit kognitiven Einschränkungen den Menschen, die körperlich eingeschränkt sind, gleichgestellt werden.

Fünf für alle Pflegebedürftigen geltende Pflegegrade ersetzen das bisherige System der drei Pflegestufen und der zusätzlichen Feststellung von erheblich eingeschränkter Alltagskompetenz. Die bisherigen Leistungen für Menschen mit erheblich eingeschränkter Alltagskompetenz werden in das reguläre Leistungsrecht integriert. Alle Pflegebedürftigen erhalten damit gleichberechtigten Zugang zu den Leistungen der Pflegeversicherung.

Die fünf Pflegegrade
In Zukunft werden neben körperlichen auch geistige bzw. psychische Einschränkungen erfasst und in die Einstufung einbezogen. Mit der Begutachtung wird der Grad der Selbstständigkeit in sechs verschiedenen Bereichen gemessen und zu einer Gesamtbewertung zusammengeführt. Daraus ergibt sich die Einstufung in einen Pflegegrad. Die sechs Bereiche sind:

Mobilität
Kognitive und kommunikative Fähigkeiten
Verhaltensweisen und psychischen Problemlagen
Selbstversorgung
Bewältigung von und selbstständiger Umgang mit krankheits- oder therapiebedingten Anforderungen und Belastungen
Gestaltung des Alltagslebens und sozialer Kontakte

Die Unterstützung setzt künftig früher an. In Pflegegrad 1 werden Menschen eingestuft, die noch keinen erheblichen Unterstützungsbedarf haben, aber zum Beispiel eine Pflegeberatung, eine Anpassung des Wohnumfeldes oder Betreuungsleistungen benötigen. Der Kreis der Menschen, die erstmals Leistungen der Pflegeversicherung bekommen, wird deutlich erweitert.

Überleitung bereits Pflegebedürftiger
Wer bereits Leistungen der Pflegeversicherung bezieht, wird automatisch in einen Pflegegrad übergeleitet. Niemand muss einen neuen Antrag auf Begutachtung stellen. So wird für Pflegebedürftige unnötiger zusätzlicher Aufwand vermieden.

Grundsatz ist: Alle, die bereits Leistungen der Pflegeversicherung beziehen, erhalten diese auch weiterhin mindestens in gleichem Umfang, die meisten erhalten sogar deutlich mehr.

 

Das neue Begutachtungsverfahren und die Umstellung der Leistungsbeträge der Pflegeversicherung werden zum 1. Januar 2017 wirksam!


Weitere Informationen finden Sie im anliegenden Dokument.